Medienmitteilung

Basel, 18. November 2009
Lungenkrebs trifft zunehmend Frauen – auch die jungen
Mehr als 2’800 Menschen sterben jedes Jahr in der Schweiz an Lungenkrebs
Immer häufiger sind es Frauen, die mit Lungenkrebs diagnostiziert werden – und sie werden immer jünger. „Wenn Frauen rauchen wie Männer, sterben sie auch wie Männer“, bringt Dr. med. Miklos Pless, Leiter Medizinische Onkologie am Kantonsspital Winterthur, die traurige Tatsache auf den Punkt.
Der beste Schutz gegen Lungenkrebs ist und bleibt das Nichtrauchen, betont der Arzt.
Während immer mehr Männer das Rauchen aufgeben und die Zahl der Lungenkrebsfälle bei ihnen leicht abgenommen hat, steigt sie bei den Frauen kontinuierlich an. Betroffen sind dabei vor allem Frauen im Alter zwischen 35 und 55 Jahren. Die Gründe dafür sind vielfältig: Frauen im Berufsleben haben ihre männlichen Kollegen längst eingeholt und übernehmen zunehmend deren Verhaltensmuster, darunter auch das Rauchen. Hinzu kommt, dass Zigaretten den Appetit dämpfen.
Entsprechend greifen viele Ex-Raucherinnen, wenn sie zunehmen, wieder zum Glimmstängel. „Es mehren sich die wissenschaftlichen Hinweise, dass Rauchen bei den Frauen schneller zu Lungenkrebs zu führen scheint als bei Männern“, erklärt der Onkologe Miklos Pless.
Wo Lungenkrebs entsteht
Am häufigsten entsteht Lungenkrebs in den Bronchien. Von hier breitet er sich in das umliegende Gewebe aus. Schliesslich treffen Krebszellen auch auf Blut- und Lymphgefässe, über die sie in weitere Bereiche des Körpers gelangen können. Die Entwicklung von Krebszellen geschieht vor allem in der Schleimhaut der Bronchien. Schädliche Stoffe, z. B. Tabakrauch, die über einen längeren Zeitraum auf die Schleimhaut einwirken, begünstigen die Bildung von bösartigen (malignen) Zellen.
Betroffene, Angehörige, aber auch allgemein Interessierte können sich bei der Lungenliga oder beim Forum Lungenkrebs über Lungenkrebs informieren und sich beraten lassen:
- Lungenliga: www.lung.ch, Lungentelefon: 0800 404 800 (Dienstag, 17 – 19 Uhr)
- Forum Lungenkrebs: www.forum-lungenkrebs.ch
Mitgefühl mit Betroffenen
Wer mit der Diagnose Lungenkrebs leben muss, hat in unserer Gesellschaft keinen leichten Stand. Nach wie vor ist diese Krankheit mit einem Tabu behaftet. Ein Tabu, das bei vielen Betroffenen – vor allem, wenn sie über Jahre geraucht haben – zu starken Schuldgefühlen führt, so dass sie ihr Recht auf Behandlung kaum einfordern. Wichtig ist jedoch, und da sind sich die Onkologen, die sich im Rahmen des Lungenkrebsmonats (LCAM09) engagieren, einig: Menschen mit Lungenkrebs müssen ernst genommen und gestützt werden – nicht nur von den Ärzten und ihren Angehörigen, sondern auch von der Gesellschaft. „Sehr am Herzen liegt mir aber auch die Prävention. Prävention heisst für mich Rauchstopp. Wenn jemand mit dem Rauchen aufhört, sinkt das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken kontinuierlich. Nach 10 bis 15 Jahren entspricht die Lunge beinahe wieder der eines Nichtrauchers. Und das sollte doch Grund genug sein, das Rauchen sein zu lassen“, so Dr. med. Miklos Pless.
Reinach, Kanton Baselland
Die Roche Pharma (Schweiz) AG ist eine Gesellschaft der Roche Gruppe. Sie ist in Reinach (BL) domiziliert und beschäftigt rund 160 Mitarbeitende in den Bereichen Marketing und Vertrieb, aber auch in der klinischen Forschung, der Arzneimittelregistrierung, der wissenschaftlichen Dokumentation und der medizinischen Auskunftserteilung.
Ziel von Roche Pharma (Schweiz) ist es, durch die kontinuierliche Einführung von innovativen Medikamenten und Dienstleistungen einen wesentlichen Beitrag zu einer verbesserten Lebensqualität von Patienten zu leisten. Medizinischem Fachpersonal, Patienten und interessierten Laien sollen erstklassige Medikamente, Dienstleistungen und Informationen von Roche zur Verfügung stehen.
Roche in der Schweiz
Mit Aufwendungen für Forschung und Entwicklung von rund 1,9 Milliarden Franken und Investitionen von über 420 Millionen Franken pro Jahr ist Roche in der Schweiz ein wichtiger Pfeiler im weltweiten Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsnetzwerk der gesamten Roche-Gruppe. Am Konzernsitz in Basel und an weiteren Standorten in der Nordwestschweiz sowie in der Zentralschweiz und in den Kantonen Bern und Zürich beschäftigt Roche insgesamt rund 9500 Mitarbeitende. Als ein führendes Unternehmen im Pharmasektor und in der In-vitro- Diagnostik erzielte Roche in der Schweiz 2008 einen Umsatz von 509 Millionen Franken. Weitere Informationen: www.roche.ch