Häufigste Fragen zur Technologie

Welche wirtschaftlichen und therapeutischen Probleme kann Roche Glycart AG mit Hilfe seiner Technologie lösen?
Die GlycoMAb-Technologie wurde gezielt im Hinblick auf eine Steigerung der Wirkungsstärke von therapeutisch eingesetzten Antikörpern entwickelt. Präparate, welche in irgendeinem Stadium ihrer Entwicklung wegen unzureichender Wirksamkeit stecken geblieben sind, können dank der GlycoMAb-Technologie mitunter wieder in die aktive Entwicklung zurück geführt werden.
Ist die Technologie auf chimäre, humanisierte und auch vollständig menschliche Antikörper anwendbar?
Ja, denn das GlycoMAb-Prinzip wirkt in der konstanten Region der therapeutischen Antikörper und eignet sich daher für chimäre, humanisierte und auch vollständig menschliche Antikörper, und zwar völlig unabhängig von der Beschaffenheit ihrer variablen Regionen.
Lässt die Technologie sich auf jede standardübliche Produktionszelllinie anwenden?
Ja, wir haben unsere GlycoMAb-Technologie mit Erfolg bei einer breiten Auswahl von standardmässigen Antikörper bildenden Zelllinien implementiert, so wie sie in der Biotechnologie und der Pharmazeutik an der Tagesordnung sind. Dabei sind wir regelmässig in der Lage, stabile Klone zu generieren, die ihre spezifische Antikörperproduktivität und ihre Wachstumsgeschwindigkeit bzw. –rate unverändert beibehalten.
Wo liegen die Vorteile der Vorgehensweise von Roche Glycart AG im Vergleich mit anderen Technologien?
Mit GlycoMAb werden robuste und hochgradig stabile Produktionszelllinien generiert. GlycoMAb bietet zudem die erforderliche Flexibilität, um den Ablauf der Implementierung selbst bestimmen zu können: entweder wird GlycoMAb auf eine Antikörper bildende Zelllinie angewendet, oder die Antikörpergene kommen in eine “leere” GlycoMAb-Zelllinie. Die Anwendung erfolgt im Übrigen schnell und unkompliziert nach den gängigen Verfahren der Branche. Eine Beeinträchtigung der spezifischen Antikörperproduktivität oder der Wachstumsrate der Elternzelllinie findet nicht statt. GlycoMAb ist eine natürliche und kostengünstige Technologie, bei der keinerlei toxischen, immunogenen oder radioaktiven Molekülteile zum Einsatz kommen, durch die die Logistikkette von der Produktion bis hin zur Verabreichung am Patienten kompliziert werden könnte. Durch die Implementierung von GlycoMAb werden im Produktionsprozess weder neue Einheiten noch neue Prozessschritte erforderlich.
Besteht eine Korrelation zwischen der biologischen Aktivität von Antikörpern in vitro und ihrer klinischen Wirksamkeit?
Neuere wissenschaftliche Arbeiten zu mehreren Antikörpern mit Zielzellen abtötender Wirkung zeigen eine Korrelation zwischen den objektiven, beim Patienten erhobenen Ansprechraten und einer erhöhten Bindungsaffinität der konstanten Region des Antikörpers für CD16 (den in der Immuneffektorzelle exprimierten Fc-Rezeptor). Diese Bindung wird durch GlycoMAb auf nachhaltige Weise verstärkt.
In welchem Verhältnis verstärkt GlycoMAb die Bindung an den FcgRIII- Rezeptor?
GlycoMAb ist in der Lage, die maximale Steigerung der Bindungsaffinität für FcgRIIIa zu erzielen, so wie sie mit Hilfe der Fc-Defucosylierung überhaupt erzielbar ist. Die effiziente und robuste Methode zur Erzielung hoher Konzentrationen von nicht fucosylierten, komplexen Oligosacchariden Download bei Antikörpern aus gleich welcher Zelllinie ist in der Offenlegungsschrift des US-Patents 6,602,684 (Prioritätsdatum April 1998) ausführlich dargelegt.
Adresse
Roche Glycart AG
Wagistrasse 18
CH- 8952 Schlieren
Schweiz
Tel.: +41 44 755 6161
Fax: +41 44 755 6160