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Der Kampf gegen den Klimawandel

Published 16 September 2019

Roche erkennt den Klimawandel als eines der größten globalen Risiken an und setzt sich dafür ein, dass dieser Herausforderung mit hoher Dringlichkeit begegnet wird. Die Zeit ist zu knapp und es gibt keine Notwendigkeit, darauf zu warten, dass andere zuerst handeln. Unsere Zukunft hängt davon ab, wie wir die Gefahren durch den Klimawandel bewältigen.

Unternehmen wie Roche sind eine Quelle für Emissionen von Treibhausgas (THG). Daher müssen wir Verantwortung übernehmen und geeignete Maßnahmen ergreifen, um unsere Umweltauswirkungen zu reduzieren. Internationale Vereinbarungen wie das Pariser Abkommen, das Roche aktiv unterstützt, sowie nationale Gesetze geben Ziele und Zeitpläne zur Reduzierung von Emissionen vor. Seit Anfang der 2000er-Jahre setzt sich Roche für eine kohlenstoffarme Zukunft ein. Das langfristige Ziel besteht darin, die Emissionen aus den Quellen, die das Unternehmen besitzt oder kontrolliert bzw. die durch zugekaufte Energie entstehen, bis zur Mitte des Jahrhunderts auf null zu reduzieren.

Anstatt CO2-Emissionen zu kompensieren bzw. zu verrechnen, streben wir eine aktive Senkung dieser Emissionen an.

Um diese ehrgeizigen Ziele zu erreichen, verfolgen wir eine klare Strategie. Diese hat sich bereits als sehr erfolgreich erwiesen. Wir beginnen in unserem eigenen Unternehmen, indem wir zunächst die Betriebsabläufe und die Energieintensität (also den Energieverbrauch pro Mitarbeiter) verbessern, während wir in einem zweiten Schritt den verbleibenden Energiebedarf aus nachhaltigen Quellen decken. Mit diesem Ansatz haben wir bereits bemerkenswerte Erfolge erzielt. Wir liegen weit vor den Szenarien, die im Jahr 2018 durch das zwischenstaatliche Expertengremium zur Klimaänderung (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) veröffentlicht wurden.

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Emissionen senken

Die Verantwortung von Roche gegenüber der Umwelt bedeutet in der Praxis, dass wir Programme zur Reduzierung der THG-Emissionen umsetzen. Damit wir eine Chance haben, die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, müssen die stärksten Verursacher in der Erde bleiben: die fossilen Energieträger.

Die meisten THG-Emissionen bei Roche stammen aus der Umwandlung und dem Verbrauch von Energie. Deshalb konzentrieren sich die Maßnahmen, die zur Reduzierung von THG wie Kohlendioxid ergriffen werden, auf alle Probleme im Zusammenhang mit der Energienutzung. Beispiele hierfür sind die Reduzierung des Energieverbrauchs und die Verbesserung der Energieintensität.

Roche stellt außerdem die Verwendung von halogenierten Kohlenwasserstoffen schrittweise ein. Bei diesen handelt es sich um sehr starke THG, die die Ozonschicht erheblich schädigen. Sie werden vor allem in Kühl- und Brandunterdrückungsanlagen eingesetzt.

Energie sparen und die Umwelt schonen

Wir glauben, dass eine Reduzierung des Verbrauchs am besten geeignet ist, um die negativen Auswirkungen zu minimieren, die mit der Nutzung von Energie verbunden sind. Daher setzt Roche bewusst energieeffiziente Technologien zur Reduzierung der THG-Emissionen ein. So haben wir in unserer Unternehmenszentrale in der Schweiz Wärmenetze in die neuen Gebäude eingebaut, die Abwärme oder sonstige an die Umgebung abgegebene Wärme nutzen.

Mit diesen Maßnahmen sowie mit unternehmensweiten Aktivitäten zum Energiesparen sorgen wir für eine effiziente Energienutzung: Seit 2014 hat Roche die Energieintensität um ca. 40 % reduziert.

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Bildunterschrift: Photovoltaikmodulen decken fast 80 % des Energiebedarfs des Verwaltungsgebäudes am Standort von Roche Diagnostics in Suzhou, China

Übergang zu nachhaltiger Energie

Strom aus nachhaltigen Quellen macht bei Roche ca. 63 % des gesamten Verbrauchs von elektrischer Energie aus. Dieser Strom kommt von Lieferanten, die auf Energieerzeugung durch Photovoltaik, Wind- und Wasserkraft spezialisiert sind. Deshalb ist eine Kompensation zum Ausgleich der CO2-Emissionen nicht erforderlich. An unserem Standort in Suzhou, China, produziert die Photovoltaikanlage so viel Strom aus Sonnenlicht, dass damit fast 80 % des Energiebedarfs des Verwaltungsgebäudes gedeckt wird. Mit dieser Strommenge könnte man fast 500 private Haushalte versorgen.

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Bildunterschrift: Eine wesentliche Investition in erneuerbare Energie vor Ort: eine Solaranlage mit 6,4 Megawatt auf dem Genentech-Campus in South San Francisco.

Durch das Solarenergieprogramm von Genentech, einem Mitglied der Roche-Gruppe, wird unser Unternehmen zum größten Erzeuger von Solarstrom im Großraum San Francisco. An einem sonnigen Tag erzeugen die Module in San Francisco und Vacaville ungefähr ein Viertel des Strombedarfs des Standorts, was etwa dem Bedarf von 2960 Haushalten entspricht.

Durch Photovoltaikmodule werden nicht nur die Kosten für Elektrizität verringert. Sie tragen auch zur Reduktion der schädlichen Emissionen bei, die bei der herkömmlichen Stromerzeugung in die Umwelt gelangen.

Für die Gesellschaft und die gesamte Wirtschaft

Den Klimawandel zu bewältigen war bisher und ist auch weiterhin unser wichtigster Antrieb für unser Vorgehen. Es gibt jedoch auch gute wirtschaftliche Gründe. Die ineffiziente Nutzung von Energie hat kurzfristige finanzielle Konsequenzen im Hinblick auf die Energiekosten. An einigen Orten ist sie mit CO2-Steuern und/oder Kraftstoff-/Energiesteuern verbunden, entsprechende Vorschriften müssen eingehalten werden. Längerfristige Konsequenzen, die auf klimatisch bedingte Risiken zurückzuführen sind (z. B. extreme Wetterbedingungen), könnten Auswirkungen auf die Arbeitsabläufe haben. Schließlich werden durch Energieeinsparungen und höhere Energieeffizienz die THG-Emissionen und alle anderen negativen Auswirkungen reduziert, die mit dem Energieverbrauch verbunden sind (z. B. andere Schadstoffe, Wasserverbrauch, Abfall). Durch beide Ansätze werden sowohl die Umweltbelastungen als auch die Betriebskosten für das Unternehmen verringert.

Unser gesamtes Handeln ist darauf ausgerichtet, Umweltbelastungen auf ein Minimum zu reduzieren. Roche verpflichtet sich dazu, innerhalb oder unterhalb des „Budgets der Natur“ zu wirtschaften und künftigen Generationen ein stabiles Lebensumfeld zu hinterlassen.

Tags: EverGreener