Mannheim Happy bees

Glückliche Bienen und Blumenmeere

Wie Mitarbeiter einen Industriebetrieb in ein Paradies für Bienen und andere Tiere verwandelten.

Published 29 May 2020

Wenn Sandra Keller über das Werk in Mannheim läuft, schweift ihr Blick über Blumenmeere, im Hintergrund Bienensummen und Vogelgezwitscher. Inmitten der grünen Idylle vergisst man beinahe, dass es sich hier um ein riesiges Industriewerk mit über 8.300 Mitarbeitern handelt.

Die Landschaftsgärtnerin und studierte Landschaftsarchitektin ist für die Gestaltung der Grünflächen am Standort zuständig. KollegInnen nennen sie liebevoll "Herrscherin über alles Grün". Sie selbst sagt: "Der Job macht mich glücklich. Ich arbeite zwar viel am Computer, geniesse es aber, ebenso viel Zeit draussen verbringen zu dürfen. Ich überlege ständig, was wir noch verbessern können."

Blühende Wiese vor dem Roche-Werk in Mannheim
Blühende Wiese vor dem Roche-Werk in Mannheim

Ihr Ziel ist es, “der Natur ein bisschen Platz zu schaffen”. Dazu gehört auch, Lebensraum für möglichst viele Tiere zu bieten. Seit 2016 wurden insgesamt fünf Blumenwiesen gepflanzt und es kommen laufend neue hinzu. Über das Werk verteilt sind zahlreiche Insektenhotels, die Insekten mit verschiedenen Wohnbedürfnissen Unterschlupf gewähren. Zwei Teiche beheimaten Fische, Libellen und sogar einen Molch.

Insektenhotels
Insektenhotels"" bieten verschiedenen Insekten Unterschlupf.

Und seit neuestem gibt es auch zwei Bienenvölker. Die Idee stammt von Dietmar Beck, der für die Gebäudeinstandhaltung am Standort Mannheim zuständig ist. "Ich sprach mit einem Kollegen, der auch Hobbyimker ist. Daraus entstand die Idee, auf dem Campus Bienenstöcke aufzustellen. Jetzt leben zwei Bienenvölker im Park beim alten Casino. Ausserdem wollen wir auf dem Dach von unserem neuen Parkhaus ein bis zwei weitere Bienenvölker ansiedeln."

Dietmar bei der Honigernte
Dietmar bei der Honigernte

Sandra und Dietmar stimmen sich eng ab, um die Bepflanzung am Standort möglichst bienenfreundlich zu gestalten. So wurden eigens neue Sträucher gepflanzt, die früh Pollen tragen. Zugleich sorgte man für Pflanzen, die weit über den Sommer hinaus blühen, damit die Bienen auch im Herbst Nahrung finden.

 

Auch einige Dächer am Standort sind begrünt und bieten auf fast 18.000 m² - das entspricht gut zweieinhalb Fussballfeldern - weiteren Raum für Bienen und allerlei andere Insekten. Die Bienen scheinen jedenfalls glücklich zu sein: Sie haben bereits 50 Kilogramm Honig produziert.. Das Etikett trägt die passende Aufschrift "Ein Glas voll Glück.".

  

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