Science and the city

“Das Herz der Stadt schlägt ganz klar für die Wissenschaft. Basel steht allerdings auch für Kunst und Kultur. Die Vielfältigkeit dieser Stadt bewegt viele Forscher dazu, an diesem wunderschönen Ort zu bleiben.”
Professor Susan Gasser Direktorin des Friedrich Miescher Institute for Biomedical Research in Basel

Basel und die Wissenschaft

Basels Altstadt besteht aus mittelalterlichen Bauten. Der markante rote Sandstein findet sich auch im 500 Jahre alten Rathaus wieder. Die Kulturhauptstadt der Schweiz hat sich auch als Wissenschaftszentrum im Dreiländereck zwischen Frankreich, Deutschland und der Schweiz einen Namen gemacht – zahlreiche F&E-Einrichtungen und Unternehmen sowie namhafte Vertreter der Biowissenschaften und der Pharmaindustrie haben sich in Basel angesiedelt.

Die Hauptlebensader dieses multikulturellen Schmelztiegels ist der Rhein, der einen wichtigen Beitrag zum Aufstieg der Stadt als Knotenpunkt der Biowissenschaften geleistet hat und der Industrie nicht nur im übertragenen Sinne als treibende Kraft dient.

Dr. Franz Saladin, Direktor der Handelskammer beider Basel, erklärt: “Basel und die chemisch-pharmazeutische Industrie haben sich in ihrem Wachstum symbiotisch ergänzt. Der Rhein spielte dabei eine wesentliche Rolle für die Industrie und wird heute wie damals zum Herunterkühlen der Kessel von Produktionsanlagen genutzt.”

Und obwohl Basel kaum 200.000 Einwohner hat, gehen enorme wissenschaftliche und medizinische Fortschritte auf das Konto der kleinen Schweizer Metropole, die Millionen von Menschen weltweit das Leben gerettet haben.

# 1 Talent Pool
5 Akademische Institutionen
14 Pharmazeutische Firmen
36 MedTech Unternehmen
85 BioTech

Knotenpunkt der Biowissenschaften

Seit 2010 gilt die Schweiz als das innovatievste Land der Welt- und auch dieses Jahr, das siebte Mal in Folge, wählte der Global Innovation Index die Schweiz wieder auf Platz eins. Im besonderen Licht dazu steht Basel. Die Stadt beherbergt neben dem grössten Talent- Pool des Landes mindestens 14 Pharma-, 85 BioTech- und 36 MedTech-Unternehmen. Darüber hinaus gibt es in der trinationalen Region zwischen der Schweiz, Deutschland und Frankreich über 160 Forschungsinstitute.

Vom 10. bis 13. September 2017 werden modernste wissenschaftliche und technologische Errungenschaften auf der Basel Life präsentiert, die sich als Europas führende Messe in den Biowissenschaften sowie als Brücke nicht nur zwischen klassischer und translationaler Forschung, sondern auch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft versteht.

Im Vorstand der Basel Life sitzt Professor Susan Gasser, Direktorin des Friedrich Miescher Institute for Biomedical Research in Basel. Sie hofft, dass die Basel Life im Laufe der Zeit zur Art Basel der Biowissenschaften und zu einem festen Termin für führende Wissenschaftler aus ganz Europa wird.

“Basel hat sich vor allem auch aufgrund seiner kulturellen Vielfalt als erfolgreiches Zentrum der Biowissenschaften etabliert”, sagt Prof. Gasser.

“Kaum eine andere Stadt dieser Grösse kann eine so umfangreiche wissenschaftliche Geschichte und derart intensive Forschungsaktivitäten vorweisen. Auch was die wissenschaftliche Produktivität angeht, gibt es nur wenige Standorte in der Schweiz und in Europa mit einer vergleichbaren Erfolgsbilanz.”

Aktuellen Zahlen zufolge macht die Life-Sciences-Industrie rund 20 Prozent des städtischen Bruttoprodukts von Basel aus. Rund 18 Prozent der Arbeitskräfte kommen jeden Tag über die Grenzen zur Arbeit.

Prof. Gasser erklärt: “Basel ist ein einzigartiges Phänomen. Wenn man an der Rheinpromenade entlang spaziert, kommt es vor, dass man mehr als fünf unterschiedliche Sprachen hört. Die Stadt ist in der Tat ein Schmelztiegel und hat sich seit jeher durch den regen Austausch zwischen Disziplinen den Blick für Innovationen bewahrt.”

“Die Biowissenschaften sind quasi synonym mit Basel, aber auch andere Aspekte des kulturellen Lebens finden Beachtung. Ich finde, dieses Zusammenspiel funktioniert ausgezeichnet. Die kulturelle Vielfalt und die Menschen aus aller Welt verleihen der Stadt ihre ganz eigene Attraktivität.”

An der Spitze dieser wegweisenden Life-Sciences-Revolution steht Roche, eine treibende Kraft in der Pharmaindustrie mit langjährigen Wurzeln in Basel. Das Unternehmen und die Stadt sind gemeinsam gewachsen und werden sich auch in den nächsten Jahrzehnten tandemartig weiterentwickeln – dies unterstreicht Roche mit einem Investitionsplan über mehrere Milliarden Euro.

Dr. John Reed, Mediziner und Wissenschaftler sowie Global Head of Pharma Research & Early Development (pRED) bei Roche, treibt die Strategie und den technologischen Fortschritt des Unternehmens beständig voran. Er ist überzeugt, dass Basel mit seiner Vielfalt die Zukunft der Wissenschaft und des Gesundheitswesens entscheidend mitprägen kann.

“Studien belegen, dass eine hohe Vielfalt unter den Mitarbeitenden das Innovationspotenzial klar begünstigt», sagt er. «Bei uns arbeiten Menschen aus der ganzen Welt zusammen. Wenn unterschiedliche Disziplinen wie die Pharmakologie und Chemie sowie Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Bildungssystemen aufeinandertreffen, entsteht ein ausgezeichneter Nährboden für Innovationen.”

“An Schnittstellen zwischen verschiedenen Forschungsfeldern werden Innovationen geboren.”
Dr John Reed Global Head of Roche Pharma Research & Early Development

Ein perfekter Standort für Roche

Roche hat seit seiner Gründung 170 Moleküle entdeckt, entwickelt und auf dem Markt eingeführt. Seit fast 125 Jahren trägt das Unternehmen mit seinen wissenschaftlichen Neuerungen entscheidend zum steten Fortschritt des globalen Gesundheitswesens bei. Auf der Liste der unentbehrlichen Arzneimittel der Weltgesundheitsorganisation stehen dreissig von Roche entwickelte Medikamente, darunter lebensrettende Antibiotika, Malariamittel und Chemotherapeutika.

Heute beschäftigt Roche mehr als 94.000 Mitarbeitende an verschiedenen Standorten mit pharmazeutischem und diagnostischem Schwerpunkt weltweit, von Mannheim bis San Francisco. Allein in Basel arbeiten 11.400 Menschen aus neunzig Nationen.

Viele Menschen wissen wahrscheinlich gar nicht, dass die Antikörper-Technologie –genauer gesagt die monoklonale Antikörper-Technologie – hier in Basel entwickelt wurde.
Dr. John Reed Global Head of Roche Pharma Research & Early Development

Zu den innovativen Errungenschaften Basels zählt auch das Verfahren zur Herstellung einer grossen Anzahl an komplexen Antikörpern – diese zielgerichtete Therapie wird inzwischen ausgiebig bei der Prävention, Diagnose und Behandlung von Krankheiten eingesetzt.

George Köhler und César Milstein, Wissenschaftler am von Roche finanziell unterstützten Basler Institut für Immunologie, entwickelten vor über vierzig Jahren die Methode zur Erzeugung dieser monoklonalen Antikörper aus Hybridomzellen und erhielten dafür 1984 den Nobelpreis für Medizin.

Sie revolutionierten damit die biologische Forschung und ermöglichten die Entwicklung verbesserter Behandlungsmethoden für komplexe Krankheiten wie Krebs, Vireninfektionen und entzündliche Darmerkrankungen. Und auch heute sind Forscher von Roche an wissenschaftlichen Durchbrüchen massgeblich beteiligt.

Die kontinuierliche Neu- und Weiterentwicklung der nächsten Generation von biologisch erzeugten Antikörper Molekülen führt von der herkömmlichen Entdeckung und Herstellung von Standardmolekülen zu deutlich komplexeren Antikörperformaten.

Wir analysieren kontinuierlich, welche Möglichkeiten sich im Gesundheitswesen eröffnen, welche neuen umwälzenden Technologien vor dem Durchbruch stehen und welche Änderungen sich abzeichnen. So können wir die Entwicklung führend mitgestalten, statt dem Wandel hinterherzulaufen.
Dr. John Reed Global Head of Roche Pharma Research & Early Development
30 Roche Medikamente auf der WHO-Liste der unentbehrlichen Medikamente
> 170 Moleküle wurden seit der Gründung von 1896 vermarktet
> 94.000 Mitarbeiter davon 11.400 in Basel
Für den Hauptsitz in Basel, investiert Roche über drei Milliarden Schweizer Franken für ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum für rund 1.900 Mitarbeiter, das 2023 eröffnet werden soll.

Roche investiert in Basel

Um die Beziehung zwischen Roche und Basel in den kommenden Jahrzehnten weiter zu festigen, zementiert das stetig wachsende Unternehmen sein Bekenntnis zur Stadt buchstäblich durch Infrastrukturinvestitionen in Milliardenhöhe.

Laut Dr. Franz Saladin, Direktor der Handelskammer beider Basel, “bringen Roche und seine Mitbewerber die ganze Welt nach Basel – dies bereichert sowohl die Region als auch unsere relativ kleine Stadt.”

Roche investiert über drei Milliarden Schweizer Franken in den Standort Basel, wo ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum für rund 1.900 Mitarbeitende errichtet und voraussichtlich zwischen 2022 und 2023 eröffnet werden soll. Ausserdem ist ein moderner Bürokomplex für bis zu 1.700 Mitarbeitende geplant sowie eine Infrastrukturerneuerung und die Restaurierung des von Otto Salvisberg entworfenen historischen Bürogebäudes aus dem Jahre 1937.

Diese Massnahmen sollen die Kommunikation erleichtern und die Zusammenarbeit zwischen Forschungsteams noch stärker fördern. Dr. Reed meint: “Damit verdeutlicht Roche sein langfristiges Bekenntnis zu Basel als F&E-Standort. Für uns bietet sich hier die Chance, die vorhandenen Räumlichkeiten zu modernisieren und der stark teamorientierten Arbeitsweise moderner Wissenschaftler gerecht zu werden.”

“Unsere Labors wurden in den 1960er Jahren gebaut, also vor einem halben Jahrhundert. Damals spielte sich Forschung in viel kleineren Räumen und Gruppen ab. Heute nutzen wir grössere, interaktive Räumlichkeiten, in denen verschiedene Disziplinen gemeinsam arbeiten können. Wir sind bemüht, möglichst viele Disziplinen zu integrieren, denn genau an diesen Schnittstellen zwischen verschiedenen Forschungsfeldern werden Innovationen geboren.”

Severin Schwan, CEO von Roche, sagt: “Die Schweiz und Basel in seiner dualen Rolle als Unternehmenszentrale und als einer unserer wichtigsten Standorte weltweit sind auch langfristig untrennbar mit Roche verbunden.”

“Unsere hohen Investitionen in die Forschung und Entwicklung sorgen für ein einzigartiges Umfeld mit enormem Innovationspotenzial.”
Dr. Adrian Roth Leiter des Bereichs Mechanistic Safety, Pharmaceutical Sciences bei Roche pRED

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Hochmoderne Forschung bei Roche

Roche unterstreicht sein Engagement für wissenschaftliche Kompetenz durch fortwährendes Streben nach tieferem Verständnis der Biologie und durch die Entwicklung modernster Technologien.

Zu den aktuellen Pipelineprojekten zählen digitale Biomarker, induzierte pluripotente Stammzellen sowie komplexe Antikörperformate, die hoffentlich weitere Fortschritte des Gesundheitswesens ermöglichen werden. Auch an solchen zukunftsorientierten Innovationsansätzen ist Basel führend beteiligt.

Unsere hohen Investitionen in die Forschung und Entwicklung sorgen für ein einzigartiges Umfeld mit enormem Innovationspotenzial.
Dr. Adrian Roth Leiter des Bereichs Mechanistic Safety, Pharmaceutical Sciences bei Roche pRED

Dr. Roth leitet das Projekt zum neuen alternativen “Organs-on-a-Chip”-Verfahren, das für Wirksamkeits- und Toxizitätsuntersuchungen in einer sehr frühen Phase von Medikamentenstudien eingesetzt wird.

Die Technologie ist kleiner als ein iPhone, spiegelt jedoch ein komplettes menschliches Organ wider. Damit beschleunigt sich die Verfügbarkeit von Medikamenten, indem eine Art Vorschau neu entdeckter Moleküle und ihrer potenziellen Wirkungen bei Menschen ermöglicht wird, und das schon Jahre vor dem Eintritt in die klinische Phase.

Mithilfe von 3D-Zellkulturen, Mikrofluiden und 3D-Druckverfahren gewähren diese Geräte einen Einblick in Gewebestrukturen, Funktionen und mechanische Bewegungen von Herz, Lunge, Niere, Darm, Arterien, und anderen Organen – also in die internen Abläufe im menschlichen Körper.

Dr. Roth sagt: “Es ist fast so, als ob man den Test am eigentlichen Organ durchführt. Unser nächstes Ziel besteht darin, mehrere Organe auf einem Chip so zusammenführen, dass ihre Interaktionen die des menschlichen Körpers korrekt abbilden und uns damit eine Einschätzung der Wirkungsweise von Medikamenten auf den gesamten menschlichen Organismus erlauben. Wir haetten dann einen „body-on-a-chip“.”

Dr. John Reed, Leiter von pRED, sagt: “Ich bin begeistert davon, mithilfe der Wissenschaft wirkungsvolle Medikamente zu entwickeln. Und ich möchte meinen bescheidenen Teil dazu beitragen, dass Therapiestandards in der Zukunft verbessert und bahnbrechende neue Behandlungen entwickelt werden, die den Patienten ein längeres, besseres Leben ermöglichen.”

“Roche blickt auf eine lange, erfolgreiche Geschichte hier in Basel zurück. Die Beziehung ist sehr eng und symbiotisch. Eine starke Pharmaindustrie ist wichtig für die Stadt, zahlreiche bahnbrechende Pharmazeutika wurden hier von Roche entwickelt.”
Dr. Franz Saladin Direktor der Handelskammer beider Basel
Seit der Gründung 1896, ist Roche über Jahrzehnte hin zu einem weltweit führenden Unternehmen im Gesundheitswesen herangewachsen, das sich auf die Entwicklung von Medikamenten und Diagnostika konzentriert, um Patienten ein besseres, längeres Leben zu bescheren.

Dauerhafte Loyalität

Roche wurde 1896 durch den Visionär und Jungunternehmer Fritz Hoffmann-La Roche aus Basel gegründet, der damals nur 28 Jahre alt war. Von Beginn an war Roche bekannt für seine Affinität zu fortschrittlichen Technologien. Als einer der Ersten nutzte das Unternehmen das industrielle Standardverfahren zur künstlichen Synthese von Vitamin C.

Hoffmann-La Roche hatte erkannt, dass die industrielle Arzneimittelproduktion einen wichtigen Meilenstein im Kampf gegen Krankheiten darstellen würde.

Seitdem ist Roche über die Jahrzehnte hinweg zu einem weltweit führenden Gesundheitsdienstleister angewachsen, der sich ganz auf die Entwicklung von Medikamenten und Diagnostika für die Onkologie, Immunologie, Entzündungs- und Infektionskrankheiten, Augenheilkunde, Neurologie und seltene Krankheiten konzentriert, um Patienten ein längeres und besseres Leben zu ermöglichen.

Gemeinsam mit Roche ist auch der Standort Basel gewachsen, der diesen Erfolg überhaupt erst möglich gemacht hat. Das Unternehmen und die Stadt sind damit untrennbar miteinander verbunden.

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