Roche Forum

Von Mitwirkung, Verantwortung und Dialog

Ausgehend von dieser Frage diskutierten rund 50 Entscheidungsträger:innen aus dem Schweizer Gesundheitswesen auf Einladung von Roche am Roche Forum 23 vom 21. November, wie die Gesundheitsversorgung der Zukunft aussehen und der Zugang zu medizinischen Innovationen in der Schweiz sichergestellt werden kann.

Innovation ist das Herzstück jedes medizinischen Fortschritts. Innovation geschieht dabei nicht zufällig, sondern benötigt ein Umfeld mit stabilen Strukturen und verbindlichen Rahmenbedingungen, welche Spitzenforschung überhaupt erst möglich machen - von Hochschulen über geistige Eigentumsrechte für Innovatoren bis hin zu nachhaltigen Finanzierungsmöglichkeiten. Aktuell befinden wir uns in einer Phase von beschleunigten medizinischen Innovationen und ganz neuen Behandlungsansätzen für verschiedenste Krankheiten.  Dies stellt das Gesundheitssystem vor zahlreiche Herausforderungen, die von unseren Expertinnen und Experten im Rahmen des Roche-Forums aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet wurden.

Dr. Anja-Alexandra Dünne, Head Medical Pharma International bei Roche, gab Einblicke in die aktuelle medizinische Forschung und hielt fest: “Neue Therapiemöglichkeiten wie z.B. Gentherapien haben den Sprung in die Anwendung geschafft und sind oft für bedeutende Fortschritte in der Behandlung verantwortlich. Solche Innovationen weisen den Weg, wie wir mit solchen neuen Behandlungsmethoden Patientinnen und Patienten behandeln können, die wir bisher nicht erreichen konnten.”

Damit innovative Therapien auch wirklich zu den Patientinnen und Patienten gelangen, müssen sie in der Praxis angewendet werden. Prof. Dr. med. Urban Novak, Chefarzt der Medizinischen Onkologie am Inselspital Bern, betonte: “Innovation findet auch bei uns in den Spitälern statt. Zentral ist für uns, dass Innovationen nicht von einem Korsett bestehender Regeln erdrückt werden. Wir brauchen Flexibilität und neue Lösungen bei der Regulierung, damit der Zugang zu innovativen Therapien rascher möglich wird.”

Nach den beiden Impulsvorträgen von Dr. Anja-Alexandra Dünne und Prof. Dr. med. Urban Novak, besprachen in einer angeregten Podiumsdiskussion Exponentinnen und Exponenten unterschiedlicher Organisationen, wie die medizinische Innovation künftig schneller verfügbar gemacht werden kann. Denn nur mit einer Beschleunigung im Zugang zu medizinischen Innovationen kann die medizinische Versorgung in der Schweiz langfristig gestärkt werden. 

Als Patientenvertreterin erwähnte Rosmarie Pfau, Gründerin und Präsidentin lymphome.ch Patientennetz Schweiz, die Bedeutung des Einbezugs der Patientinnen und Patienten. Mit einem besseren Einbezug der Betroffenen in klinische Studien sowie einer engeren Einbindung in den Dialog mit den Behörden könnten Patientenanliegen frühzeitig aufgenommen und deren Behandlung verbessert werden. Dr. Jörg Indermitte, Leiter Sektion Arzneimittelaufnahmen im Bundesamt für Gesundheit, gab zu bedenken, dass die Schweiz bereits heute über ein sehr gutes und schnelles System für den Zugang zu innovativen Therapien verfüge. Für das BAG sei es aber das Ziel, den Zugang zu innovativen Therapien zu gewährleisten; gleichzeitig müsse aber sichergestellt werden, dass dies zu finanzierbaren Preisen und Kosten erfolge. Dr.med. Katharina Gasser, General Manager, Roche Pharma Schweiz, führte aus, dass die Industrie mit Hochdruck an Lösungen für Patientinnen und Patienten forscht, die mit den bisherigen Therapien noch nicht genügend versorgt werden können. Zudem sei die Industrie in engem Kontakt mit den Behörden, um die Zulassung und die Vergütung innovativer Therapien zu beschleunigen. Konkrete Vorschläge dazu liegen auf dem Tisch und es ist nun an den involvierten Akteuren, rasch Lösungen für einen gesicherten Zugang ab dem Tag der Zulassung innovativer Therapien sicherzustellen.

Abschliessend nahm Nationalrätin Dr. Melanie Mettler eine politische Einschätzung der Diskussion vor und wagte einen Ausblick auf die nächste Legislatur. Sie hielt dabei erfreut fest, dass sich die Akteure am Anlass bezüglich der anzupackenden Prioritäten einig seien - von der Digitalisierung, über die Koordination der Akteure bis hin zu einer nachhaltigen Finanzierung. Nationalrätin Mettler erinnerte aber auch daran, dass wir in einer partizipativen Demokratie leben und nicht auf eine fixfertige Lösung aus dem Bundesparlament vertrauen sollten. Vielmehr müssten sich die Akteure aktiv in die politische Debatte einbringen und Verantwortung für die Weiterentwicklung des Systems übernehmen. 

Dr.med. Katharina Gasser, General Manager, Roche Pharma Schweiz, bekräftigte zum Abschluss die Bereitschaft der Industrie zu Lösungen, um den Zugang zu innovativen Therapien in der Schweiz zu ermöglichen. “Ich freue mich, dass alle Akteure den Willen zum Dialog und zur Zusammenarbeit heute betont haben. Die gesundheitspolitische Diskussion muss künftig mehr auf den Nutzen für Patientinnen und Patienten ausgerichtet sein. Alle Akteure sind aufgefordert, sich lösungsorientiert in die Debatte einzubringen. Roche ist dazu bereit.”


Speakers:
Moderation:

Roche Forum „Personalisierte Medizin" 2022

Thema: Vom gemeinsamen Nenner zu gemeinsamen Erfolgen: Auf dem Weg zu einem nachhaltigen Gesundheitssystem aufund

Roche Forum „Personalisierte Medizin“ 2021

Thema:- vom Schlagwort zur Realität

Roche Forum „Personalisierte Medizin“ 2020

Thema:

Roche Forum „Personalisierte Medizin“ 2019

Thema: “Viele Blickwinkel, ein gemeinsamer Fokus”

Broschüre “Personalisierte Medizin in der Schweiz – eine Standortbestimmung von Experten” aufund

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Das Ziel dieser öffentlichen Veranstaltungsreihe ist es, diverse Themenfelder im Zusammenhang mit der personalisierten Medizin gemeinsam mit verschiedenen Stakeholdern zu diskutieren. Der Fokus dabei liegt auf der Identifikation von konkreten Handlungsoptionen. Mit dieser jährlichen Diskussionsveranstaltung möchten Roche Pharma (Schweiz) AG und Roche Diagnostics (Schweiz) AG eine Plattform bieten um unterschiedliche Aspekte der personalisierten Medizin aktiv zu besprechen.

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