Skip to main content

Wie menschliche 3D-Modelle die Medizin revolutionieren können

BaselSchweizTurmgesprächeVeranstaltungGesundheitsystem

Am 2. Juni 2026 fand das Turmgespräch zum Thema “Wie menschliche 3D-Modelle die Medizin revolutionieren können” im neuen Roche Forschungszentrums Institute of Human Biology (IHB) bei Roche in Basel statt. 

Die Ausgangslage für die Diskussion war ein bekanntes Dilemma in der modernen präklinischen Forschung. Oft zeigt ein neuer Wirkstoff in Tierstudien oder anderen herkömmlichen Modellsystemen vielversprechende Ergebnisse, nur um später im Menschen keine Wirkung zu zeigen. Der Grund? Die Biologie lässt sich schlichtweg nicht immer eins zu eins übertragen.

Das Panel beleuchtete diese Herausforderung aus verschiedenen Blickwinkeln an einem Ort, der passender nicht hätte sein können: im Auditorium des Institute of Human Biology (IHB) im Bau 92. Genau hier geht Roche dieses Dilemma jeden Tag mit Pionierarbeit an.

IHB Co-Director Prof. Dr. Matthias Lütolf demonstrierte, was diese Technologie – spezifisch menschliche 3D-Modelle wie im Labor gezüchtete Mini-Organe (Organoide) und winzige Mikrochips («Organ-on-Chip») – heute schon leistet und wie das Institut damit den Weg für eine patientenzentrierte Medizin ebnen will. Im Anschluss äusserten sich Gastrednerin Prof. Dr. Sina Bartfeld (TU Berlin) und Dr. Nadine Stokar (Roche pRED) zu der viel diskutierten Frage, ob solche 3D-Modelle die Medikamentenentwicklung verbessern und durch die Validierung an menschlichen Modellsystemen sogar Tierversuche reduzieren können.

Um die Grenzen der Wissenschaft zu verschieben, braucht es natürlich die richtigen Rahmenbedingungen. In diesem Zusammenhang unterstrich Jan Leibundgut, Head Site Operations Basel & Kaiseraugst, die strategische Bedeutung unseres Standorts in Basel, um solche Durchbrüche möglich zu machen. Er betonte, dass derartige Spitzenforschung kein Selbstläufer ist; sie erfordert enorme Investitionen – wie die 3,4 Milliarden Franken, die Roche jährlich in der Schweiz in Forschung und Entwicklung investiert – und, ganz entscheidend, den freien Zugang zu den besten Talenten weltweit.

Am Turmgespräch diskutierten mit uns:

Rahel Walser

Moderation, Director, Head Büro Basel, Bertakomm

Prof. Dr. Sina Bartfeld

Professorin und Leiterin für Medizinische Biotechnologie, Technische Universität Berlin

Jan Leibundgut

Operativer Standortleiter, Roche Basel/Kaiseraugst

Prof. Dr. Matthias Lütolf

IHB Co-Director, Roche Basel/Kaiseraugst

Dr. med. vet. Nadine Stokar

Lead Investigative Pathology, Roche Pharma Research and Early Development (pRED)

Über das Institute of Human Biology (IHB)

Das im Mai 2023 gegründete Institute of Human Biology (IHB) ist ein Forschungsinstitut / eine Forschungsorganisation innerhalb von Roche pRED. Es verbindet biologisches Krankheitsverständnis mit computergestützten Ansätzen (inkl. KI) und Bioengineering. Das Ziel des Instituts ist es, die Erfolgsquote von Forschung und Entwicklung (R&D) zu steigern, Kosten und Entwicklungszeiten zu senken und lebensverändernde Medikamente letztlich schneller zu den Patient:innen zu bringen. Beheimatet im frisch sanierten Bau 92, profitiert das IHB von einem kollaborativen Umfeld, das die Lücke zwischen Grundlagenforschung und industrieller Wissenschaft schliesst und über hochmoderne Labore verfügt, die speziell darauf ausgelegt sind, den interdisziplinären Austausch zu fördern.

Über die Turmgespräche

Mit dieser Veranstaltungsreihe möchten wir den Austausch zwischen Expert:innen und der Öffentlichkeit zu aktuellen, visionären und teilweise auch kontroversen Themen fördern und zum Nachfragen, Mitdenken, Philosophieren und Diskutieren anregen.

Wir diskutieren mit anerkannten externen Experten, Spezialisten und Branchenkennern. Die Gespräche finden jeweils an einem unserer Standorte in der Schweiz statt und sind kostenlos.