Im Innovation Lab in Kaiseraugst werden Ideen in die Tat umgesetzt.

Grosse Unternehmen bauen auf den Erfolg von sogenannten Innovation Labs, also von Räumen, in denen neue Ideen in die Wege geleitet und umgesetzt werden sollen. So versuchen sie sich ein Stück Silicon Valley und Startup-Mentalität in die durch die Firmengrösse bedingten eher statischen Unternehmensstrukturen zu holen.

Auch Roche hat den Mehrwert der Labs erkannt. Mittlerweile gibt es an mehreren Standorten Innovation Labs, die von den regionalen IT-Abteilungen ins Leben gerufen wurden. Zu den grössten zählen die Labs in Kaiseraugst, San Francisco und Warschau.

Kein Platz für festgelegte Strukturen

Betritt man das Lab in Kaiseraugst, merkt man gleich, dass es sich hier nicht um einen «normalen» Meetingraum handelt: bunte Sitz und Stehwürfel ersetzen normale Stühle, und digitale Wände, ein Beamer und Stehtische fordern zu einer neuen Art der Zusammenarbeit auf. Festgelegte Strukturen und Prozesse haben hier ganz offensichtlich keinen Platz.

Ziel des Labs ist es, einerseits den Austausch zwischen der IT und anderen Funktionen anzuregen, andererseits die Zusammenarbeit innerhalb der verschiedenen IT-Abteilungen zu fördern.

Das Innovation Lab ist kein Museum oder Raum, in dem tolle IT-Gadgets vorgestellt werden, sondern ein Ort, an dem die IT gemeinsam mit anderen Abteilungen daran arbeitet, Lösungen für echte Probleme zu finden.
Alain Bindels, Director Innovation Lab und Basel Innovation Group Lead, Roche Basel/Kaiseraugst

Eine neue Möglichkeit, die der Raum in Kaiseraugst eröffnet, ist das Rapid Prototyping. Das bedeutet, dass ein Prototyp, zum Beispiel eine App, live entwickelt und gleichzeitig getestet werden kann.

Das Wort <Agilität> ist momentan in aller Munde, und viele fragen sich, was es konkret bedeutet. Rapid Prototyping ist für mich ein Beispiel für agiles Arbeiten.
Alain Bindels, Director Innovation Lab und Basel Innovation Group Lead, Roche Basel/Kaiseraugst

Teil eines grösseren Ganzen

Bindels ist es zudem wichtig, dass das Lab nicht für sich alleine steht, sondern Teil einer grösseren Entwicklung im Raum Nordwestschweiz ist: dem Swiss Innovation Hub for Precision Medicine «Day One».

Dieser Hub ist eine Initiative von Healthcare-Experten aus der Life-Science-Industrie und der Forschung, des Kantons Basel-Stadt und von BaselArea.swiss. Ziel von «Day One» ist es, die Zusammenarbeit zwischen den Disziplinen und Stakeholdern im Gesundheitssektor zu verstärken, damit sich der Standort Basel auch in Zukunft behaupten kann. Das Lab in Kaiseraugst fügt sich hier nahtlos ein.

Dank Innovation Labs neue Wege gehen

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen stellt auch Roche vor neue Herausforderungen. Unsere IT-Organisation ist dabei von grösster strategischer Bedeutung. Wir entwickeln und implementieren zukunftsweisende Technologien, die uns helfen, unsere marktführende Position zu behaupten und unseren Patienten die bestmöglichen Therapien anbieten zu können.
Alan Hippe, Chief Financial und Information Officer, Roche

Besonders im Bereich der personalisierten Medizin kommt der IT-Abteilung eine bedeutende Rolle zu:

Durch die Implementierung zielgerichteter Technologien tragen wir dazu bei, dass wir gezielter in der Forschung und Entwicklung vorgehen können und auch in der Diagnostik optimierte Ansätze ermöglichen. Um weiterhin führend in der Informatik zu bleiben, müssen wir neue Technologien erproben und offen für neue Wege sein. Unsere Innovation Labs unterstützen diesen neuen Ansatz, innovative Ideen zu schaffen und auch ausserhalb der normalen Unternehmensstrukturen voranzutreiben.
Alan Hippe, Chief Financial und Information Officer, Roche

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