Eine Herde Schafe grast am Bahndamm. Ein friedliches Bild. Spannend daran ist, dass die Vierbeiner ein kleiner Teil im grossen Puzzle ‘Nachhaltiges Bauen’ bei Roche sind.

Im Bau- und Gebäudesektor werden weltweit am meisten Rohstoffe verbraucht und mit 40 Prozent des globalen Energieverbrauchs trägt er massgeblich zum Klimawandel bei. Roche hat nicht zuletzt auch im Hinblick auf die Konzernziele Ökoeffizienz und Business das nachhaltige Bauen nach eigenen Vorgaben standardisiert und klare Vorschriften erstellt, die weltweit umgesetzt werden.

Ein eigens kreiertes Software-Tool ermöglicht es weltweit Bauprojekte den Vorgaben entsprechend durchzuführen. Dominik Zaugg, Operations & Strategy Manager am Standort Basel und Jürg Walder, Global Lead Sustainability bei PT haben das Konzept sozusagen bereichsübergreifend entworfen. In den Jahren 2017/2018 wurden zehn Pilotprojekte in Deutschland, der Schweiz und den Vereinigten Staaten evaluiert und verglichen.

Nachhaltigkeit ist eine Kombination aus ökologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Faktoren. Zaugg erklärt: «Die Energieeffizienz mag wohl einer der bekanntesten, aber bei Weitem nicht der einzige Faktor nachhaltigen Bauens sein.». Es stellen sich unter anderem Fragen zur Kreislaufwirtschaft, also einem Modell der Produktion und des Verbrauchs, bei dem bestehende Materialien und Produkte so lange wie möglich geteilt, geleast, wiederverwendet, repariert, aufgearbeitet und recycelt werden.

Mit Hilfe des neu geschaffenen Tools, kann heute die gesamte Gebäudeleistung angefangen bei der Planung bis hin zum Ende der Lebensdauer evaluiert werden.

Ganz wichtig auch, dass nachhaltiges Bauen auch direkten Einfluss auf die Menschen in den Gebäuden hat. Im Wettbewerb um Talente spielt das eine nicht zu vernachlässigende Rolle. Jürg Walder erläutert: «Nachhaltige Gebäude verfügen über mehr Tageslicht, Ausblick, sowie bessere Raumluftqualität und steigern durch hohen Komfort nachweislich die Mitarbeiterproduktivität.» Kommt hinzu, dass immer mehr Menschen bei der Jobsuche durchaus darauf achten, wie es der neue mögliche Arbeitgeber denn mit der Nachhaltigkeit und dem Umweltschutz so hält.

Und fragt man die beiden Experten nach konkreten Beispielen, erzählen sie von Recyclingbeton, modular aufgebauten Produktionsgebäuden aber auch wieder von den blökenden und meckernden Vierbeinern an dem zu Beginn erwähnten Bahndamm.

Schafe statt Bagger

  • Vorher
    Vorher
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    Nachher

Als Roche das neue provisorische Parkhaus am Bahndamm nahe des Badischen Bahnhofs in Basel bauen wollte, musste aus Naturschutzgründen ein gleichwertiges Stück Land als ‘Ausgleichsfläche’ bereit gestellt werden. Das Grundstück wurde bei einem Gleisbogen in der Langen Erlen gefunden, musste aber erst von den Überwucherungen – vornehmlich Brombeeren - befreit werden.

Dem aufwändigen Einsatz lärmiger und umweltbelastender Baumaschinen wurden sogenannte Brombeerschafe und Brombeerziegen vorgezogen. Innert eines Monats haben diese den wuchernden Beerensträucher die Blätter abgefressen, was die Pflanze letztlich eingehen lässt. Dank der speziellen Vorliebe für die Beerenblätter erübrigte sich auch das künstliche wiederansäen anderer Pflanzen. Die Arbeit der felligen Vierbeiner hat im übrigen auch die Deutsche Bahn überzeugt, die nun regelmässig auf die Dienste der natürlichen Unkrautvernichter auf ihrem Schienennetz setzt.
 

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